Klicken Sie zu schnell auf “Kaufen”, zahlen Sie möglicherweise deutlich mehr als erwartet. Die Wahl des Ordertyps – Market- oder Limit-Order – beeinflusst direkt den Preis, die Ausführungsgeschwindigkeit und die Gebühren. Das Verständnis von Market- und Limit-Orders gehört zu den wichtigsten Grundlagen im Trading. Dennoch verlieren Anfänger regelmäßig Geld, weil sie die falsche Order zum falschen Zeitpunkt verwenden. Dieser Leitfaden erklärt die Funktionsweise beider Ordertypen, die versteckten Kosten von Slippage und wann Sie welchen Ordertyp optimal einsetzen.
Was ist eine Marktorder?
Eine Marktorder ist ein Auftrag zum sofortigen Kauf oder Verkauf zum bestmöglichen aktuellen Preis. Sie priorisiert Geschwindigkeit und Ausführungssicherheit überteuert.
Wenn Sie eine Marktorder platzieren, wird diese nahezu sofort ausgeführt, indem sie mit bestehenden Orders im Orderbuch abgeglichen wird. Die Ausführung ist garantiert, jedoch nicht zu einem garantierten Preis.
- Pro: schnelle, nahezu sichere Ausführung.
- Nachteil: Sie zahlen möglicherweise mehr (oder verkaufen weniger) als erwartet, insbesondere in volatilen oder illiquiden Märkten.
Was ist eine Limit-Order?
Mit einer Limit-Order können Sie den genauen Preis festlegen, zu dem Sie kaufen oder verkaufen möchten. Sie priorisiert Preiskontrolle überhöhte Geschwindigkeit.
Eine Kauf-Limit-Order wird nur zu Ihrem festgelegten Preis oder darunter ausgeführt; eine Verkaufs-Limit-Order nur zu Ihrem festgelegten Preis oder darüber. Der Nachteil ist, dass die Order möglicherweise gar nicht ausgeführt wird, wenn der Markt Ihren Preis nicht erreicht.
- Pro: Sie bestimmen den genauen Preis und vermeiden Überzahlungen.
- Nachteil: Keine Garantie für die Ausführung; Sie könnten den Zug komplett verpassen.
Die versteckten Kosten: Schlupf
Slippage bezeichnet die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlich erzielten Preis. Sie ist der Hauptgrund, warum Marktorders Ihnen Verluste bescheren können.
Stellen Sie sich vor, Sie platzieren einen Kaufauftrag für einen Token, der bei $100 gehandelt wird, aber das Orderbuch ist dünn. Ihr Auftrag deckt die verfügbaren Verkäufer ab und wird teilweise bei $100, teilweise bei $101 und teilweise bei $103 ausgeführt. Ihr Durchschnittspreis ist höher als beabsichtigt – diese Differenz ist Slippage. Slippage tritt besonders stark in illiquiden Märkten und bei starken Kursschwankungen auf.
Markt vs. Limit: Die wichtigsten Unterschiede
- Ausführung: Marktorders werden fast immer ausgeführt; Limitorders hingegen möglicherweise nicht.
- Preis: Limit-Orders garantieren den Preis; Market-Orders hingegen nicht.
- Geschwindigkeit: Marktorders werden sofort ausgeführt; Limitorders warten auf den Markt.
- Gebühren: Bei vielen Börsen gelten Limit-Orders als “Maker”-Orders mit niedrigeren Gebühren, während Market-Orders als “Taker”-Orders mit höheren Gebühren gelten.
- Slippage-Risiko: Hohe Preise für Marktorders, keine Preise für Limitorders.
Wann man eine Marktorder verwendet
- Sie müssen sofort ein- oder aussteigen, beispielsweise um eine Verlustposition schnell zu schließen.
- Sie handeln mit einem hochliquiden Vermögenswert, bei dem Slippage vernachlässigbar ist.
- Die Gewissheit der Ausführung ist wichtiger als ein paar Cent Preis.
Wann man eine Limit-Order verwendet
- Sie möchten bei einem bestimmten Unterstützungsniveau kaufen oder bei einem Kursziel verkaufen.
- Sie handeln mit einem weniger liquiden Vermögenswert, bei dem Slippage kostspielig sein kann.
- Sie haben es nicht eilig und legen Wert auf Preisgenauigkeit.
- Sie möchten die Gebühren reduzieren, indem Sie als Hersteller auftreten.
Über die Grundlagen hinaus: Stoppbefehle
Sobald Sie Markt- und Limit-Orders verstanden haben, ist der nächste Schritt der Stoppbefehl, Eine Order löst eine Markt- oder Limitorder aus, sobald ein bestimmtes Kursniveau erreicht ist. Ein Stop-Loss beispielsweise verkauft automatisch, wenn der Kurs auf ein von Ihnen festgelegtes Niveau fällt und schützt Sie so vor größeren Verlusten. Durch die Kombination verschiedener Ordertypen können Trader disziplinierte Ein- und Ausstiegsstrategien entwickeln.
Weiterführende Lektüre: Erfahren Sie mehr über Hebelwirkung und Marge. Für weiterführende Informationen siehe Auftragsarten (Investor.gov).
Häufig gestellte Fragen
Worin besteht der Unterschied zwischen einer Markt- und einer Limit-Order?
Eine Market-Order wird sofort zum bestmöglichen Preis ausgeführt, während eine Limit-Order erst zu einem von Ihnen festgelegten Preis oder besser ausgeführt wird. Bei Market-Orders steht die Geschwindigkeit im Vordergrund, bei Limit-Orders der Preis.
Welche Order ist besser, eine Marktorder oder eine Limitorder?
Keine der beiden Varianten ist generell besser. Verwenden Sie eine Market-Order, wenn es auf Schnelligkeit ankommt und der Vermögenswert liquide ist; verwenden Sie eine Limit-Order, wenn Sie die Preiskontrolle übernehmen und auf die Ausführung warten können.
Was versteht man unter Slippage im Trading?
Slippage bezeichnet die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungspreis. Sie betrifft hauptsächlich Marktorders, insbesondere in volatilen oder illiquiden Märkten.
Sind die Gebühren für Limit-Orders niedriger?
Oft ja. An vielen Börsen werden Limit-Orders als Maker-Orders behandelt, die die Liquidität erhöhen und niedrigere Gebühren als Taker-Market-Orders aufweisen.
Kann eine Limit-Order fehlschlagen?
Ja. Wenn der Markt den von Ihnen festgelegten Preis nicht erreicht, kann eine Limit-Order unausgeführt bleiben, was bedeutet, dass Sie den Handel komplett verpassen könnten.
Abschluss
Wer die Entscheidung zwischen Market- und Limit-Orders beherrscht, hat die Kontrolle über die beiden wichtigsten Faktoren bei der Orderausführung: Preis und Geschwindigkeit. Nutzen Sie Market-Orders für Dringlichkeit und Liquidität, Limit-Orders für Präzision und niedrigere Gebühren und Stop-Orders zum Risikomanagement. Um diese Instrumente verantwortungsvoll einzusetzen, kombinieren Sie sie mit bewährten Strategien. Krypto-Risikomanagementstrategien.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlage- oder Handelsberatung dar. Der Handel birgt Verlustrisiken. Führen Sie stets Ihre eigenen Recherchen durch.